Lustige Ostergedichte

Endlich wieder Ostern! Bunte Eier, Schokohasen, aufgeregte Kinder und blühende Tulpen! Unsere lustigen Ostergedichte können das noch lustigere Ostereiersuchen begleiten und Ihnen (und ihren Kindern) den beginnenden Frühling weiter versüßen.

Eine Packung mit 6 braunen Eiern, eine ist oben angebrochen und ein Hasenspielzeug schaut heraus.
Der Hase kommt nicht aus dem Ei
er bringt es jedoch gern vorbei.
Foto von MacDonald Almeida auf Unsplash

Natürlich haben wir auch weitere Gedichte, die Sie interessieren könnten: Frühlingsgedichte zum Beispiel, für die richtige Stimmung zum Osterfest, Tiergedichte, in denen auch der ein oder andere Hase eine Rolle spielt und auch Gedichte zu den anderen Festtagen des Jahres: Gedichte zu Weihnachten und Heiligabend, Gedichte zu Halloween usw.

! Ostergedichte zum Ausdrucken: Sie dürfen die Gedichte hier natürlich vorlesen, verschicken, teilen und ausdrucken zum Verschenken o. ä. – wenn Sie wollen 🙂

Viel Spaß!

Lustige Ostergedichte für Erwachsene

Starten wir mit lustigen Ostergedichten, die sich speziell an Erwachsene richten. Die sind nicht immer jugendfrei, auch nicht immer ganz ohne Gewalt auskommend. Lustig sollen sie aber trotzdem sein. Sie müssen sie aber natürlich nicht lustig finden 😉 Ich freue mich, wenn Ihnen eins gefällt!

Das Lamm und Herr Wolf

Ein Osterlamm blökt herzerweichend
es wurd‘ gestohlen von Herrn Wolf
sein Vater hört’s, und blass erbleichend
ruft er seinen Vetter Rolf.

Denn Rolf ist ein anderes Kaliber
von Schaf, man würde sogar sagen:
in ihm steckt ein halber Tiger
ihm nah kommen – das würd ich nicht wagen.

Und Rolf macht sich gleich auf die Fährte
und findet Wolf und Osterlamm
und gibt dem Wolf mit voller Härte
einen Faustschlag auf den Kamm.

Der Wolf, er winselt und läuft fort
das Lamm zum Glück noch unversehrt!
Für Rolf war‘s nichts als etwas Sport.
Zu Ostern wird kein Lamm verzehrt.

Eier ausblasen

Zu Ehren des heiligen Hasen,
der uns ganz reich beschenkt
will ich jetzt dieses Ei ausblasen,
eh er schlecht von mir denkt.

Doch verdammte Axt, es bricht mir immer,
die Eierschale knackt!
Wie’s gehen soll? Hab keinen Schimmer,
ich glaube wohl, es hackt.

Hab kiloweise Dotter hier
und immer noch kein leeres Ei
ich werde hier gleich noch zum Tier,
gleich ist’s mit mir vorbei.

Doch da, hurra, gelingt es mir,
das Ei ist heil und leer!
Da sagt der Hase: „Ich sag’s dir:
Auf, auf, jetzt hundert mehr!“

Gedanken eines Kindes bei der Ostereiersuche

wo ist das nächste ei
wo die schokolade
hier ist nur ein stein
wie schade.
hier muss noch mehr sein
aber mir fällt nicht mehr ein
wo es noch sein könnte
ob mir der hase nicht mehr gönnte?
papa lächelt so nett
mama guckt irgendwohin
vielleicht da im kartoffelbett
sind da eier drin?
ja, ein ei! ein buntes ei!
und schokolade noch daneben
jetzt hab ich schon mehr als zwei
wie schön ist eigentlich das leben!

Rezept für Hefezopf

Butter und Milch in den Topf
daraus wird vielleicht bald ein Zopf:
Dafür fehlt jedoch einiges noch.

Zunächst braucht es Mehl und Zitrone
das ganze geht auch nicht ohne
Hefe und Zucker und Salz
(Leberwurst jedoch niemals.)
Ein Ei und ein Eiweiß dazu
und das alles verrühren im Nu.
Nun Butter und Milch ganz vom Start
noch hinein und dann rühren ganz zart.
Jetzt ordentlich walken und kneten
und nach dem Hefegott beten.
Auch Mandelstifte und Rosinen,
sollen der Geschmacklichkeit dienen.
Das Ganze muss jetzt nur noch ruhen
am besten fern von dreckigen Schuhen.
Mit Eigelb und Milch noch bestreichen
das muss dann langsam auch reichen.
Das ganze jetzt zeitweilig backen
derweil ein paar Walnüsse knacken
(die müssen zwar nicht ins Rezept
schmecken aber einfach so auch ganz nett).
Nun ist das Osterbrot warm
und versprüht in der Küche viel Charme.
(Und jetzt versuchen wir’s vegan …)

Ein weißes Huhn geht auf den Betrachter zu.
Das Huhn ist schon völlig entnervt
weil es täglich fünfzehn Eier werft.
Äh, wirft.
Foto von Ibrahim Uzun auf Unsplash

Fuchsbraten

Ein Osterei, oder gleich zwei,
oder drei, vier fünf, sechs, sieben –
Die Eier weg! Wie Zauberei,
wo sind sie bloß geblieben?

Da hab‘ ich ja den Übeltäter
futtert ein, zwei, drei, ganz viele
hebt sich keines auf für später
frisst leer die ganze Diele.

Wer es ist, fragt ihr euch jetzt
das will ich nicht verraten!
Seht, wie er nun davon wetzt
dieser Fuchs – oh! – ich könnt‘ ihn braten!

Mehr Fuchsgedichte

Der Schwanz des Osterhasen

Wer hoppelt da, wer hoppelt da umher?
Ich hör‘ doch jemand hüpfen?
Da versucht im Garten wer
durch den Zaun zu schlüpfen?

Ich renn‘ hinaus und sehe nur
wie ein kleiner Schwanz verschwindet
ich mache mich auf seine Schnur
zehn Euro, wer ihn findet!

In Nachbars Garten seh‘ ich dann
wer Eier dort versteckt:
ich schau zu ihm und ruf ihm an
„Gute Arbeit, Hase! Respekt!“

Ostereierschießen

Am Schießstand ist wieder was los:
Es ist das Ostereierschießen!
Die Vorfreude ist wieder groß,
natürlich wird auch Gerst’saft fließen.

Man findet sich drum morgens ein
und lädt schon mal das Luftgewehr
man trinkt ein erstes Säftchen fein
und freut sich über’s Eiermeer.

Denn jeder bringt heut welche mit
kunterbunte, fein bemalte,
die mit Aufklebern, die sind der Hit
wer diese Dinger wohl bezahlte?

Egal, man will jetzt Eier klauen,
noch schnell ein zweites Säftchen nehmen
dann die Kugel ins Gewehr gehauen
wer vorbeischießt, muss sich schämen.

Müllers Heinrich macht den Anfang,
20 Ring, schon gar nicht übel,
findet damit großen Anklang,
legt zwei Eier in sein‘ Kübel.

Danach schießen dann alle froh,
die Eier werden wild gewonnen
hoffentlich sind sie nicht roh,
das Schießen hat ja erst begonnen.

So knallt’s den ganzen Morgen lang
man isst Eier und trinkt Gerstensaft,
und man hofft, dass beim Nachhausegang,
man es zurück ins Bette schafft.

Ich brauche noch Osterhasen

Fröhlich hopsen Osterhasen
über den gemähten Rasen,
einer schneller als der Zweite
der Dritte sucht ganz schnell das Weite.
Das ist ihm auch durchaus zu raten:
Denn ich brauch‘ noch Hasenbraten.

Ostereiersuche, eskalierend

Eltern nehmen Kinder an die Hände:
Eine Ostereiersuche, für alle Familien!
Alle betreten das Eiersuchgelände:
und dann stürzen sie los wie die Reptilien!

Die Eltern sollten doch nur unterstützen!
Jetzt sieht man sie, mit Urgewalt
über das Suchgelände flitzen
und da hat es auch schon geknallt:

Man sieht wie ein Vater einem andren Mann
ganz heftig auf die Rübe haut.
Und wie ein Anderer sodann
einem dritten Kind die Eier klaut.

Am Ende ist’s ne Prügelei:
Mütter gegen Mütter, Väter gegen Väter!
Die Polizei kommt, buchtet ein Straftäter –
Und keiner kriegt ein Osterei.

(Basiert auf einer wahren Begebenheit)

Die Geschichte vom Huhn, das nur bunte Eier legen konnte und erst spät sein Glück fand

Ein Huhn geht durch die Wies‘ spazieren.
Es tut sich doch etwas genieren,
denn, so sah es ganz genau,
sein letztes Ei war dunkelblau.

„Blaue Eier“, denkt das Huhn,
„was hat es bloß damit zu tun?
Wenn das die andren Hühner sehn,
dann kann ich gleich vom Hofe gehn.“

Am nächsten Tag war das Ei grün,
am übernächsten leuchtend rot.
Das Huhn fand, klar, auch das nicht schön,
lag’s vielleicht am Vollkornbrot?

Ansonsten fühlte es sich gut,
kein Kopfschmerz und nirgendwo Blut,
was war der Grund der Farbeneier?
„Ich dreh‘ bald durch, Au wei, Au weia!“

Das Huhn, das dacht, nun sei’s vorbei,
als am nächsten Tag ein buntes Ei,
gemalert wie ein Regenbogen,
kam aus seinem Leib geflogen.

Es packte seine sieben Sachen,
wollt auf diesem Hof kein Ei mehr machen,
ging fort, adé, so ging‘s nicht mehr,
es musste etwas Neues her.

Jedoch, ganz klar, für so ein Huhn,
gab’s auf der Welt nicht viel zu tun –
kein Bäcker nahm es in die Lehre,
kein Käpt’n auf die sieben Meere.

Arm und hungrig saß es da,
ein pinkes Ei noch, wunderbar,
es war vollständig resigniert –
da kam jemand daher marschiert.

„Was ist das für ein pinkes Ei?
Welch Huhn sitzt bei dem Ei dabei?“
Es war ein frohgelaunter Hase,
der mit ihm sprach, rieb sich die Nase.

„Naja, ich leg halt bunte Eier…“
sagt leis’ das Huhn, „ach, hol’s der Geier“,
da weinte es gar bitterlich,
doch der Hase sagte: „Bitte nicht.“

Der Hase nahm das Huhn am Arm
und sagte „Hier entlang, die Dam‘,
du weiß vielleicht nicht wer ich bin,
doch du tätest gut darin,

in meine Fabrik mit mir zu gehen –
da gibt es für dich viel zu sehen.“
Er nahm das Huhn in die Fabrik:
Dem Huhn das Glück in Augen stieg.

„Eine große, bunte Ei-Fabrik!
Wo jed’s ne andre Farbe kriegt?“
Das Huhn war völlig von den Socken,
musste sich vor Schreck hinhocken.

„Ich brauche möglichst viele Eier,“
sagt Has‘, „doch Produktion ist teuer!“
Auch das kreative Studio –
keine Ideen, ist nun mal so!

Jedoch mit dir, du liebes Huhn,
könnt ich mich endlich mal ausruhn!
Nicht nur die Kunst, auch noch die Menge,
glaub nicht, dass ich zu etwas dränge—“

Das Huhn hielt ihm das Mündlein zu,
„pass auf, du Hase, du du du,
ich unterschreibe alles, nun,
dann wär‘ ich ein zufriednes Huhn.“

So kam’s, dass dieses Huhn fortan,
arbeiten für den Hasen kann.
Stolz legt es nun bunte Eier –
für die schönste Osterfeier.

Das Ostertier

Zu Ostern wünschen wir
viele Eier von dem Ostertier.
Welches Ostertier, das wollt ihr wissen?
Wir haben den Namen vergessen.
Er hat wohl eine kurze Nase
und wird gemalt auf manche Vase…
beim Verteilen läuft er sich ne Blase –
ach ja! Es ist das Osterkaninchen.
Frohe Ostern!

Ausgerutscht

Vorletztes Jahr bin ich auf Ei gerutscht,
das war an Ostern, ob sie es glauben?
Danach bin ich ins Bett gepflutscht
und konnte nur noch schnauben.
Das Jahr drauf soll’t alles besser sein,
verzichtete komplett auf Eier.
Da lief mich um ein wildes Schwein,
ich muss ins Krankenhaus, Au weia.
Dies Jahr jedoch wird alles toll:
Ich bleibe gleich zuhause.
Doch jetzt heg‘ ich auch nen Groll –
verpass die große Ostersause.

Freche Ostergedichte

Frech oder lustig – wo ist da der Unterschied? Na, hier kommen die hin, die ich wirklich keinem Kind vorlesen würde. Oder nur einem ganz Kleinen, das noch nichts versteht. Einem Säugling vielleicht.

Zweideutige Eier

Gib fein Acht auf deine Eier!
Es ist nicht besonders feier-
lich, wenn sie vorzeitig zerknacken.
Denn neue kannst du dir nicht backen.

Ach, kochen geht, so sagst du mir?
Na gut, dann halt verrat ich’s dir:
Ich meine nicht das Ei zu Ostern –
aber du hast doch deinen Schoß gern?

Unglückliche Hühner zur Osterzeit

Die Hühner haben Hochsaison,
ein Ei gelegt, und schon davon
genommen wird es, Trauerspiel,
der Eier sind es nie zuviel.
Nie werden sie in solcher Zahl
gebraucht, es ist die reinste Qual:
Denn so ein dickes Ei zu legen
ist für Huhn kein recht’ger Segen.
Erst Recht für die im Käfig wohnen
tut das Leben sich nicht lohnen.
Drum regen wir zu Ostern an:
Iss nicht so viele Eier, Mann.
Und genau:
Auch Frau.

Nasenhase

Der Osterhase
zieht ne Nase
Ko
ka
in.
Dann zieht es ihn
dann sinkt er hin
in die dän’sche Nordseedün‘
dort rast er dann durch die Vorgarten
und leidet an drei Herzinfarkten
und war nicht mehr gesihn.

Der Unfall

Ich fahr so an der Straß‘ entlang
da läuft mir plötzlich, mittenmang,
vor’s Auto ein noch kleiner Hase.
Ich treff ihn hart an seiner Nase
und danach auch noch am ganzen Rest –
sein Körper ist nicht halb so fest
wie mein Auto, ist ja klar,
drum liegt er unbeweglich da.
Und ich, als gutes Menschenkind,
trete gleich hinaus, und find
einen großen Korb voll Eier –
es war der Osterhas‘, Au weia!
Ich verscharre ihn am Wegesrand
damit nicht wird zu schnell bekannt
wer den armen Osterhasen
gedachte brutal totzurasen.
Welt ein, Welt aus, die Kinder weinen
als Gärten leer zu bleiben scheinen.
Ich seufze, stöhne, ziehe dann
ein Osterhasenkostüm an.
Und fahr mit meinem Mörderwagen
über den Erdball, um den Klagen
der traurig‘ Kinder zu entgegnen.
Mit Korb und Frohsinn herzueilen
Eier und Süßes zu verteilen:
mög’s mit der Osterhas‘ absegnen.

Ohne Eier chillen

Wo kommen die Eier her
die der Hase trägt
von Hühnern wohl,
ob er sie frägt?

Was sagen die Hühner dazu
dass ihr Leibprodukt
gestohlen wird,
ob es sie juckt?

Wer hat eigentlich beschlossen,
dass es okay wär
Eier zu klaun,
sicher ein Herr?

Vielleicht kannst du überlegen
ob du das so willst
oder dies Ostern
ohne Eier chillst.

Klassische Ostergedichte

Klassisch ist keines dieser Gedichte im Wortsinn – es ist modern, aber weniger lustig, etwas ernster, etwas natürlicher.

Frühling und das Osterfest

Schnee noch auf den Zweigen, Frost noch in der Nacht,
doch schon hat sich aus Südwesten der Frühling aufgemacht.
Schon vor Tagen schickte er einen ersten Hauch,
als Kätzchen leuchtet er am Weidenstrauch.
Auch die Tulpen haben den Hauch schon gespürt
und einen ersten Blick aus dem Boden riskiert.
Auch Gesänge der Vögel hört man schon dann und wann,
sicher fangen sie bald mit dem Brüten an.
Und mitten im Frühling, so will es der Brauch:
ist endlich dann Ostern – und wir feiern es auch.

Bauchweh

Kinder rasen durch die Gärten
Eltern feuern kräftig an
nur die ält‘ren, abgeklärten
Kinder gehn‘s geruhsam ran.

Am Ende wird die Beute eh
brüd- und schwesterlich geteilt
sonst tun allen die Bäuche weh
und sind nach Ostern erst geheilt.

Nach dem Tod

Es war am Ostermontag
da Jesu wiederkam
zurück von diesem Verrat
der ihm das Leben nahm.

Er kam von allen Toten
auf die Welt zurück,
die Hände noch mit roten
Wunden tief bestückt.

Er verkündete sein Schicksal
und blieb 40 Tage noch.
Manchem ist das Leben Qual
nach dem Tod kommt andres doch.

Ostergedichte für Senioren

Ich habe es schon auf anderen Seiten geschrieben: Alle Gedichte können Gedichte für Senioren sein! Die hier sind noch mal etwas klassischer als die klassischen.

Der Sinn

Es sollte nicht nur um die Eier gehen,
oder um Schokoladen-Osterhasen.
Man sollte nicht nur lustig sehen
wie im Garten Kinder rasen.

Das Osterfest, das gibt es nicht
weil ein Hase Süßes bringt.
Doch wovon spricht wohl dies‘ Gedicht?
Wozu wohl es uns zwingt?

Dazu, noch einmal nachzudenken
was des Osterfestes Sinn –
die eigenen Gedanken lenken:
Lies noch mal nach, woher, wohin.

Ostern – Akrostichon: Wiedergeburt

Wohlan denn, lasst uns leben,
In jeder schweren Zeit.
Es nützt uns nicht zu weben,
Den Faden der Ewigkeit.
Er holt uns schon von selbst ein
Reihum, auch dich und mich,
Geh lachend ins Leben hinein
Eh der Tod dich holt zu sich.
Bleib hoffnungsvoll, dass es weitergeht
Und glaube immer dran,
Richt‘ dich danach, was geschrieben steht:
Tote leben lang.

Ein Kaninchen sitzt auf einer Wiese.
Der Has‘ hockt schweigsam in den Hecken.
Wahrscheinlich müde nach Verstecken.
Foto von Lynnette Greenslade auf Unsplash

Mehr als Hasen und Eier

Ostern ist der Christen höchster Tag,
wir sollten ihn auch dieses Jahr begehen.
Es ist mehr als Osterhas‘ und Osterei,
wir sollten den wahren Sinn dahinter auch verstehen. Daran sollten wir in jedem Jahre denken,
dazu ermahnt uns nun auch dies Gedicht:
Zu Ostern geht es um die Auferstehung Jesu,
die uns ein neues Leben nach dem Tod verspricht.

Kalender

Ostern ist immer an einem anderen Tag,
nur der Sonntag ist sicher, das steht schon mal fest.
Doch das Datum ändert sich jährlich aufs Neue,
ich sage euch nun, wie sich´s berechnen lässt. 

Der Anfang des Frühlings ist äußerst entscheidend,
der Vollmond im Frühling, der ist es wohl auch,
ein Sonntag, im Frühling muss mit in die Reihe,
so ist es seit ganz vielen Jahren der Brauch.

Nach dem 20. März, wenn der Frühling beginnt,
warten alle auf den nächsten Mond, aber den vollen,
denn am Sonntag danach, jetzt kann man sich´s denken
alle das Osterfest feiern wollen.

Kurze Ostergedichte

Beachte mich gar nicht, ich bin nur ein kleines Ostergedicht 🐰

Schokobauch

Eier sammeln, Schoko kauen,
am nächsten Tag mit Schmerz verdauen –
wenn’s Ostermontag uns im Bauche sticht:
Die beste Mischung ist das nicht.

Osterwunsch

Zu Ostern wünsch ich Schokolade
und Hefezopf mit Marmelade
mit der Familie schöne Feier
und natürlich bunte Eier!

Osterbrauch

Du redest viel von Osterbrauch:
Sowas bräucht es auch bei mir.
Drum ess‘ ich mir nen Osterbauch
mir ist schlecht und bis um vier
häng ich im Bade und reiher:
umsonst verzehrt die ganzen Eier.

Osterfeuer, was sich verändert hat

Funken tanzen, heiße Tannen glühen,
während zweihundert Leut vom Lande
sich mit Likör und Bier besprühen.
Dies ist das Osterfeuer!
So macht man’s heut, so war es früher
nur das Glas Bier ist jetzt so teuer
sodass ich das Heute beanstande.

Der Eier-Meier

Es lebte einst der Eier-Meier
der starb auf einer Eier-Feier –
an Ostern, will’s mir scheinen –
wie ironisch, könnt man meinen.

Blase

Osterhase, Osterhase
Ostern ist nur eine Blase
aus Seife, die ganz schnell zerplatzt
wenn du liest, was kommt gefaxt:
An Papa, der dich zwar doll liebt
in dem doch steht, dass es kein Hasen gibt.

Osterglocken rocken

Osterglocken!
Groß frohlocken!
Ohne Socken
(Wiese trocken)
Eier rocken.
Nachbarn locken,
Fußball zocken,
fröhlich beieinander hocken.
Im Mund andocken
große Brocken
Schokoflocken.
Endlich unerschrocken
Glück einpflocken.
Osterglocken.

au wEI

Osterhas‘ trägt huckepack
einen dicken Eiersack.
Osterhas‘ fällt um:
Eier ‚putt, wie dumm!
Osterhase weinet schwer
hat ja nu kei‘ Eier mehr.
Bricht in Hühnerstalle ein
klaut dort tausend Eier fein
Eier gehen pünktlich raus
Kinderglück, Geschichte aus.

Ostergedichte für Kinder

Zuletzt Ostergedichte für Kinder: Über das Basteln und malen, Eiersuchen und Tanzen. Wenn Sie nach weiteren Kindergedichten suchen, klicken Sie hier: Gedichte für Kinder oder Weihnachtsgedichte für Kinder.

Wie man einen Osterhasen malt

Zuerst bekommt er lange Ohren
dann eine Nase, zum drin Bohren.
Knöpfeaugen, schwarz bis braun
lange Zähn‘, zum Möhre kau’n.
Einen kleinen Puschelschwanz
Bein‘ und Rumpf – das Tier ist ganz.
Zum drauf sitzen ein Stück Rasen –
so malst du den Osterhasen.

Wie man zu Ostern bastelt

Ein weiteres Fest will sich einreihen:
In die Feste voll mit Basteleien.
Denn Ostern ist ein schöner Anlass,
dass man Papier und Schere wieder anfasst.
Dann bastelt man zwei Osterhasen
und kann auch mal ein Ei ausblasen,
zwei Küken und ein frohes Huhn,
dann hat man schon ganz schön zu tun.
Und wenn die tolle Bastelei
dann irgendwann auch ist vorbei:
Dann hat man viele schöne Sachen
die Ostern osterlicher machen.

Ein Osterhasengedicht

Ein braunes Tier mit langen Ohren,
was hat es dort im Stall verloren?
Die Hühner gackern, es kräht der Hahn,
was fängt man mit dem Hasen an? 

Jeden Frühling kommt das Tier,
klaut uns Eier, gibt nichts dafür.
Die Kinder, die freut es – denen bringt er auch was!
Legt die geklauten Eier ins Gras. 

In jedem Frühling, wenn grün wird die Natur,
rennt auch der Hase, was hat er denn nur?
Er flitzt so, als juckt ihm der Fuß und die Nase,
denn einmal im Jahr ist er „Osterhase“.

Noch ein Osterhasengedicht

Rote, gelbe, lila, blaue
Eier sind´s, die ich hier schaue.
Dort am Baume, im Nest aus Moos,
liegen sie, wer brachte sie bloß?

Auch ein Ei aus Schokolade,
auch ein Häschen seh ich gerade.
Küken gar aus Marzipan
Schau´n mich dort vom Nest aus an.

Fröhlich läufst du in den Garten,
sammelst all die Sachen ein,
kannst das Naschen kaum erwarten
Ostern muss doch herrlich sein.

Wir tanzen den Ostertanz

Wir tanzen den Ostertanz!
Alle ab in eine Reihe
dann, ohne viel Firlefanz,
bekommt jeder eine freie
von der Ostersonne warme Hand!

Und wer so schnell noch keine fand
dreht sich einfach selbst im Kreis –
rundherum, da wird uns heiß!

Am Ende wird sich noch verbeugt
dann laut geschrien und gelacht
eh‘ man gemeinsam froh beäugt
was der Osterhas‘ gebracht.

Kindergedicht zu Ostern

Die Birke grünt, die Wiese strahlt
die Eier sind schon bunt bemalt.
Der Garten ist blumig befleckt
die Eier sind nun schon versteckt.
Partnersuchend hüpft die Maus
hindurch, da kommen die Kinder raus.
Wir zählen drei, zwei, eins herunter
da machen sie sich froh und munter
beschwingt ans Eiersuchen ran –
mit Ostern fängt’s Frühjahr gut an.

Wie sieht der Osterhase aus?

Wie sieht der Osterhase aus?
Hat er braune Haare?
Und wie viele Jahre
ist er alt, wie find ich’s raus?

Lege mich bald auf die Lauer
hinter einer großen Mauer
warte dort den ganzen Tag
weil ich den Hasen sehen mag.

Doch der Hase kommt heut nicht
traurig ist dann mein Gesicht,
will auch grad nach Hause gehen
doch da, ein Rascheln! Bleibe stehen.

Dreh mich um und dort im Busch
sehe ich, wie was weghuscht
nur ein weißer Hasenschwanz,
für mehr zu spät – ich dumme Gans!

Berta, das Huhn

Berta hieß ein altes Huhn,
das wollte sich gern mal ausruhn.
Doch da kam rein der Osterhase
und sprach durch seine Hasennase
„Ich bin erkältet, tut mir Leid!
Dabei beginnt die Osterzeit!
Eure Eier hab ich schon
gab euch auch euren rechten Lohn.
Jedoch, mit dieser Rotzenase
bin ich ein Bett-, kein Osterhase!
Drum bitt ich euch, für’s Osterglück
dass ihr mir helft, ein kleines Stück!“
So sah sich Berta kurz darauf
vor bunten Eiern, Berg, zuhauf!
Und mit einem trüben Seufzen
sah man sie fortan Aufkreuzen
in allen Gärten, sich schwer plagen
des Hasen Eier auszutragen.
Und als sie fertig, sagt die Berta
„die Arbeit wird mir jährlich härter
nächstes Jahr, soviel ist klar –
bin ich im Urlaub und nicht da.“

Küken

Der Osterhase hüpft, hüpft, hüpft
als aus einem Ei – huch! – schlüpft, schlüpft, schlüpft
ein Kü- ein Kü- ein kleines Küken!
Lässt Eier liegen, um’s zu hüten
und im nächsten Ja-Ja-Jahr
legt’s auch Eier – wunderbar!

Lob vom Osterhuhn

Ein Huhn legt heut‘ ein Ei
es denkt sich nichts dabei.

Der Eiermann trägt‘s fort
an kühlen, dunklen Ort.

Ich nehm’s aus dem Paket
und koch es, wie’s halt geht.

Wart‘, bis es gänzlich kalt
dann wird es angemalt.

Rot, grün, gelb und blau
dann trocknen, das ist schlau.

Gut verpacken! Es wär doof
wenn’s kaputt ging vor dem Hof-

Denn dorthin geht’s mit Ei
zum Hühnerstall, juchei!

Ich zeige es dem Huhn
das dort sitzt, sich auszuruh‘n.

Schaut’s Ei groß an und strahlt:
„Das hast du toll angemalt!“

Wenn die Schokolade keimt,
Wenn nach langem Druck bei Dichterlingen
„Glockenklingen“ sich auf „Lenzesschwingen“
Endlich reimt
Und der Osterhase hinten auch schon presst,
Dann kommt bald das Osterfest.
Joachim Ringelnatz