Gedichte für Kinder

Sie suchen Gedichte für Kinder? Dann werden Sie hier fündig. Eine wachsende Anzahl von Kindergedichten zu allen möglichen Themen tummeln sich auf dieser Seite. Wenn es auch bisher nur eine Handvoll sind, so wird die Seite immer weiter wachsen.

Ein Gedicht für Kinder zu schreiben bedarf einiger Anstrengung: So darf es einerseits konkret und weniger „vage“ als andere Gedichte sein, andererseits sollte es herrlich verspielt sein, um den Kindern Feiertage, die Jahreszeiten und Gefühle locker und fröhlich nahe zu bringen.

Gedichte für Kinder: Einige bunte Holzbuchstaben durcheinander in Nahaufnahme auf einem Tisch.
Schwierig die Lyrik für ganz kleine Kinder –
man muss sich bemühen, nicht mehr und nicht minder!
Foto von Kien Pham auf Unsplash

Wenn Sie sich mehr Gedichte für Kinder auf dieser Seite wünschen würden, schreiben Sie mir doch einfach! Ich freue mich über jede Nachricht, antworte garantiert und kann es kaum erwarten, Ihnen einen Gedichtwunsch zu erfüllen.

Übrigens: Thematisch passende Kindergedichte finden Sie auch auf folgenden Seiten:
Weihnachtsgedichte für Kinder
Herbstgedichte für Kinder
Frühlingsgedichte für Kinder
Wintergedichte für Kinder

Viel Spaß!

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Die Kindergedichte

Los geht’s. Die Kindergedichte sind nicht thematisch sortiert, anhand ihrer Titel lässt sich aber häufig erkennen, worum es geht.

Der Mango-Tango

Dies ist ein Gedicht von einer Mango,
der besten Tänzerin der Stadt!
Olé, sie tanzte Tango –
wie es zuvor noch keiner hat.

Sie drehte sich im Kreise rum,
dann sprang sie in die Luft
sie war wild und grün und gelb und jung
und versprühte Mangoduft.

So erfand sie dann den Früchte-Tango,
berühmt im ganzen Land.
Doch dann wurd‘ sie eine reife Mango,
die ein jähes Ende fand:

Ein Kind wie du, das aß sie auf,
weil sie so lecker roch!
Nicht schlimm, Mangos gibt’s doch zuhauf,
Den Mango-Tango tanzt man noch!

Olé!

Platsch!

Wir hüpfen durch den Regen
und wir machen Quatsch.
Wenn es lang genug geregnet hat
dann hüpfen wir durch Matsch!

Wir hüpfen dann nach Hause
unsere Stiefel ziehn wir aus.
Dort machen wir ne Pause
und geh‘n bald wieder raus!

Wir hüpfen dann ins Bette
und träumen süß vom Matsch.
Am nächsten Morgen, jede Wette
sind wir wieder draußen – Platsch!

Wir hüpfen durch den Regen …

Das Papierschiffchen #1

Mein Boot schwimmt auf dem großen Teich,
gemacht ist’s aus Papier.
Ich habe Angst, dass das Boot gleich
zu weit fortschwimmt von mir.

Da kommt ein kleiner Wellenstoß,
der treibt’s noch weiter weg!
Was mach ich jetzt, was mach ich bloß?
Hab keine Angel im Gepäck.

Da kommt ein braver Hund gesprungen
und hüpft ins Wasser rein.
Mit fröhlich hechelnd Schnauz und Zungen
wird er bald beim Bötchen sein.

Nun packt er es, er packt es jetzt!
Hurra, hurra, hurra!
Dass er es mir bloß nicht zerfetzt,
ein Glück, gleich ist er da.

Er spuckt mir mein Papierboot aus,
es ist zwar etwas nass,
doch da mach ich mir gar nichts draus,
der Hund und ich, wir hatten Spaß!

Das Papierschiffchen #2

Papierschiffchen schwimmt in der Wanne.
Dann schüttet das Kind eine Kanne
mit Wasser oben drauf.
Das Schiffchen taucht, steigt nicht mehr auf.

Das Kind ist entsetzt,
das Schiffchen zerfetzt,
löst sich in tausend Teile!
Bis Papa mal wieder das Schiffchen ersetzt
dauert es eine Weile.

pfütze

(nach der Melodie von „Hoppe Hoppe Reiter“ zu singen)
(bei „nass“ das Kind ggf. mit etwas Wasser bespritzen)

wat ne schöne pfütze
dunkelgrüne grütze
zieh ich meine stiefel an
springe ich gleich rein und dann
hab ich meinen spaß –
und schon bin ich nass!

Wer hat den lieben Wolf gesehn?

Wer hat den lieben Wolf gesehen?
Er sitzt im Wald und lacht.
Komm, lass uns mal rübergehen
und nachschaun, was er macht.

Er will wohl Seifenblasen blasen
er winkt mich zu sich her,
wir gehen auf den grünen Rasen
der liebe Wolf, er freut sich sehr.

Dann sind wir da und sieh, er pustet!
Tausend Blasen fliegen rum!
Und noch weiter bläst er, hustet, prustet
und kommt dann auch in Schwung.

Er tanzt und springt und hüpft mit mir
jagt den Blasen hinterher
ach Wolf, was war es schön mit dir,
du bist ein lieber Herr.

Quietschentchen

Mein Quietscheentchen quietscht!
Es quietscht und hupt und piept
und auch wenn’s nicht mehr quietschen will
dann hab ich es noch lieb.
Dann stell ich es ins Schuhregal
und gebe ihm zu essen
und erst wenn ich einhundert bin
werd‘ ich’s vielleicht vergessen.

Bagger

Auf der Baustelle ein großer Bagger:
Erde ausheben, das kann er.
Er dreht sich um sich selbst im Kreis
und dann, so überhaupt nicht leis,
KRACHT
die Erde wieder auf den Boden.
gib Acht,
schon wieder Erde ausgehoben
und es
RUMST
schon wieder ganz gewaltig
und es BUMST
auch wieder mannigfaltig
und so ein Bagger ist schon toll
doch es ist laut und
DONNERT doll
und ich hab erstmal die Nase voll.

Rummel

Auf dem Rummel:
Achterbahnenbummel
Alle Kinder dürfen
Zuckerwatte schlürfen
Umwerfen von Glücksblechdosen
Aufrubbeln von Rubbellosen
Auch mal Luftgewehre schießen
und wenn dann die Buden schließen
Abendliche Fahrt genießen
dann träumen von all den famosen
Dingen die uns strahlen ließen.

Ein Kinder-Rondell

Der Bär steppt hip
in heller Steppe.
Er ruft „Hepp Hepp!“
dann steppt er her,
dann steppt er weg
steppt zuviel, kann dann nicht mehr
Der Bär steppt hip
in heller Steppe.

Die hecken was aus

(das Gedicht des Tages vom 10.02.2022)

Um die Ecke eine Schnecke
kriecht unter die warme Decke.
Um die Ecke eine Zecke
kriecht unter die warme Decke.
„Was ist es, was ich hier entdecke?
Darunter liegt ja schon die Schnecke!“
Um die Ecke eine Schrecke
kriecht unter die warme Decke.
„Was ist es, was ich hier entdecke?
Hier liegt ja schon die Schnecke!
Hier liegt ja schon die Zecke!“
So sitzen sie dann in der Ecke
– die Schnecke, Zecke und die Schrecke –
unter der warmen, warmen Decke
schauen fern, essen Gebäcke,
genießen Ruh‘ auf ihrem Flecke.

Der streifenlose Tiger

Es war einmal ein Tiger
der verlor einst seine Streifen
er ließ sich traurig nieder
denn er konnt‘ es nicht begreifen.

Da kam ein bunter Vogelmann
und spottete den Tiger:
„Schau her du Katz‘, sieh mich mal an,
und mein herrliches Gefieder!“

Da kam ein Leopard daher
und lachte den Tiger aus:
„ich hab Flecken, sieh mal her
du bist eine graue Maus!“

Zum Schluss kam noch ein bunter Pfau
und sang gemeine Lieder:
„Pass auf, dass ich dich nicht verhau
du halbkompletter Tiger!“

Der Tiger fand das traurig, ja,
und es ging ihm mies.
So stand er ganz bedröppelt da
weil man ihn nicht in Ruhe ließ.

Doch da kam noch ein Elefant,
der sah ihn prüfend an.
Er nahm den Tiger an die Hand
und sagte „sei nicht bang.

Ich bin auch nur mausegrau
doch das ist gar nicht schlimm
komm mit mir Tiger, sei doch schlau
zusammen sind wir ein Team.“

Und man sah fortan durch Afrika –
doch überall bekannt –
ein streifenloses Freundespaar:
Tiger und Elefant.

Müllmaus

Bei der Mülltonne vor unsrem Haus
da steht ein Blumenkübel,
darin wohnt eine kleine Maus,
die Tonne stinkt, der Maus ist übel.

Der Pirat auf dem Baum

Der Baum ist hoch, doch nicht zu sehr,
das Klettern fällt mir gar nicht schwer.
Drum hüpfe ich von Ast zu Ast,
der Baum ein Schiff, der Stamm ein Mast,
bis ich ganz oben sitze:
Im Krähennest, der Spitze.
Von hier sieht man die ganze Welt
und wenn man sich ganz doll festhält
kann man auf den Windeswellen schwingen
und Piratenlieder singen.
Und wenn die Sonne sinkt am Horizont
und Mama mich schon suchen kommt
klettere ich mit ruhiger Hand
zurück auf’s feste Land.
Kehre heim, um bald zu schlafen –
in mein Bett, den sicheren Hafen.

Walter die Schlange

Eine Schlange namens Walter
schlängelte sich durch die Gassen.
Er hatte schon ein hohes Alter
und schlängelte langsam und gelassen.

Die Leute schrien „Kreisch!“ und „Ih!“
doch Walter blieb nicht stehen.
Der Menschen Furcht stört‘ ihn noch nie
er musste weitergehen (oder schlängeln).

Erst vor einem Laden hielt er an
er wartete nicht lange.
Eine Brille gab ihm ein lieber Mann:
Nun war er eine Brillenschlange.

Das Ferkel

Ein Ferkel sprach: „Oink oink!“
und sprang über die Mauer.
Es tat ein lautes DOINK
und das Ferkel sagte „Aua“.